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Unfallschaden / Schadensgutachten

Unfallschaden / Schadensgutachten

Lohnt sich ein Schadensgutachten ?

Bei jedem Verkehrsunfall stellt sich die Frage nach der Höhe des Schadens.
Um diesen zu ermitteln, gibt es vereinfacht gesagt zwei Möglichkeiten: Kostenvoranschlag der Werkstatt oder Sachverständigengutachten.

Vorteil des Kostenvoranschlags: Üblicherweise entstehen hier keine weiteren Kosten. Nachteil des Kostenvoranschlags: Er hält oft vor Gericht nur begrenzt stand. Wenn das Fahrzeug nach dem Kostenvoranschlag repariert wurde und die gegnerische Versicherung den Umfang einzelner Schäden bestreitet, zahlt der Geschädigte schnell drauf.

Ein Gutachten eines Sachverständigen hat demgegenüber den Vorteil, dass es vor Gericht in der Regel stand hält und viele Folgeprobleme vermeidet:

Herr Schröder hatte einen Unfall, bei dem sein Fahrzeug beschädigt wurde. Laut Gutachten beträgt der Restwert des Pkw 1.000,00 EUR. Herr Schröder verkauft zu diesem Preis. Später wendet die gegnerische Versicherung ein, der Restwert hätte eigentlich 1.400,00 EUR betragen. Sie zieht daher bei der Zahlung an Herrn Schröder 400,00 EUR ab.

In diesem Fall kann Herr Schröder einwenden, dass der Restwert vom Gutachter ermittelt wurde. Die Gerichte geben in solchen Fällen Herrn Schröder recht: Da der Restwert von einem Sachverständigen ermittelt wurde, durfte Herr Schröder sich darauf verlassen und musste nicht abwarten, ob die Gegenseite vielleicht mehr bietet (BGH vom 13.10.2009, VI ZR, 318/08; LG Hamburg 11.01.2017, 302 S 63/16, siehe auch hier).

Sachverständigengutachten sind daher vorzuziehen. Allerdings erheben die Gutachter dafür Kosten, die je nach Schadenshöhe etwa ab 400,00 EUR aufwärts liegen. Diese Gutachtergebühren stellen jedoch wiederum eine Schadensposition (§ 249 BGB) dar. Neben Reparaturkosten, Abschleppkosten, Schmerzensgeld etc. ist auch das Gutachterhonorar zu ersetzen – wenn der Schaden hoch genug ist.

Woher weiß ich vorher, ob der Schaden so hoch ist, dass der Gegner mir die Kosten des Gutachters erstatten muss ?

Die Frage, ab welcher Schadenshöhe der Gegner die Gutachterkosten erstatten muss, ergibt sich aus § 249 BGB. Nach dieser Vorschrift sind die „erforderlichen Leistungen“ zu ersetzen, das Gutachterhonorar also dann, wenn der Geschädigte die Einholung eines Gutachtens für erforderlich halten durfte.

Die Gerichte halten ein Gutachten ab einer Schadenshöhe von etwa 750,00 EUR (BGH vom 30.11.2004, VI ZR 365/03: 715,81 EUR; OLG München vom 26.02.2016, 10 U 579/15: 750,00 EUR, Daten der Würzburger Gerichte liegen nicht vor) für erforderlich (Stand: Mai 2016). Nach einem Urteil des AG Bad Segeberg (28.05.2018, 17 C 247/16) ist ein Gutachten bereits ab einem Schaden von 700,00 EUR erforderlich). Ab einem Schaden in dieser Höhe muss also der Unfallverursacher auch die Kosten für das Gutachten erstatten.

Woher weiß ich vorher, ob der Schaden an meinem Kfz bei über 750,00 EUR liegt ?

Die wenigsten Autofahrer können einen Schaden am Fahrzeug richtig bewerten. Wir arbeiten daher mit Sachverständigen in Würzburg und Umgebung zusammen, die zunächst unverbindlich einschätzen, ob der Schaden diese Grenze erreicht. Ist das nicht der Fall und Sie entscheiden sich gegen ein Gutachten, entstehen für Sie auch keine Kosten.

 

Lassen Sie sich nicht auf Diskussionen mit der Versicherung ein ! Nach unserer Erfahrung zahlen Sie dabei drauf. Wenden Sie sich nach einem Unfall sofort an uns: Wir geben Ihnen eine kostenfreie Falleinschätzung, auch zur Übernahme der Anwaltskosten durch die Gegenseite.

 

Für Schadensgutachten in Ostwestfalen empfehlen wir das
Sachverständigenbüro Ebmeyer